Das upLUG-Märchen

Wie der Tux auf den Atlas kam

zusammengetragen von Kai & Eileen

Dieses Märchen beginnt wie jedes andere Märchen...

Es waren einmal 5 Potsdamer, Freunde der freien Software – auch kurz FdfS genannt –, die dem Gerstensafte nicht abgeneigt waren. Eines Abends im Lenz anno 2002, zu vorgerückter Stunde, liefen sich diese fünf wackeren Gesellen in einer bekannten Potsdamer Studentenspelunke über den Weg. Vertieft in wagemutige philosophische Betrachtungen über die tägliche Versklavung in der modernen Datenverarbeitungswelt, den Kampf zwischen Gut und Böse und die hilfebedürftigen Pinguin-Anhänger, redeten sie sich bis in die Morgenstunden ihre Köpfe heiß. Diese schicksalhafte Begegnung entfachte ein unglaubliches Gedankenfeuerwerk, welches noch weitreichende Folgen haben sollte. DIE Idee war geboren!!!

Märchen

Missionarisch vereint, auf der Suche nach den genialsten Köpfen ihrer Zeit, verbreiteten sie freudig ihre Kunde in Bekanntenkreisen. So trug es sich zu, dass sie sich kurze Zeit später – nun schon zu acht – erneut zusammenfanden, um ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Nun wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Ein euphorisches Gerangel um die institutionellen Ämter entbrannte. Freund Kai, ein aufgeweckter junger Bursche aus dem Anhalter-Lande, begeisterte durch seine Wortgewandtheit den Rest der FdfS. Schleunigst wurde er zum Kopfe der Gemeinschaft ernannt, wobei er mit sich haderte. Würde er dieses Amte allein auf seinen schmalen Schultern tragen können? Geschwind wurde ihm Freund Robert, einer der begabtesten Alchimisten jener Zeit, zur Seite gestellt. Nun musste ein Schreiberling her, der all dies notieren sollte. Trubel und Lärm brandeten auf. Alle Freunde versuchten sich in ihrer schöpferischen Kreativität zu übertreffen. Ein Schönschreibtest offenbarte den Begabtesten aller – Freund André ward auserkoren. Alsbald stand die Position des Schatzmeisters auf dem Papiere. Und wie sollte es anders sein: eine holde Maid ward gesucht und schnell gefunden – Freundin Eileen begeisterte die Runde durch zahlensicheres Gespür und Verstand. Handwerkliches Geschick ward nun gefordert – für das Amt des Heimseitenverwalters. Ein Pinguin mit Aug' und Ohr, auch für die weltlichen Sachen, wurde in Freund Stephan gefunden. Seine Taten sollten die Truppe und deren Freundeskreis erweitern.

So langsam waren die Freunde müde und entkräftet. Da sprang Freundin Silke ein. Sie bestellte eine neue Runde Gerstensaft und motivierte die Gemeinschaft mit ihren leuchtenden und schlauen Ideen. Damit hatte sie sich selbst unweigerlich in das Amt des Ideensuchers eingeführt. Auch die Freunde Michael und Frank erholten sich langsam wieder und begeisterten die Meute mit kleinen Anekdoten und ihrer Weisheit. So fanden sich zwei weitere Ämter. Freund Frank wurde zum Immerdabeiseienden Orakel auserwählt und Freund Micha sollte für alle Zeit immer für frischen Gerstensaft sorgen.

Mit diesen Entscheidungen waren alle einverstanden und sanken ermattet, aber siegessicher, auf ihre Lager. Nun begann der Kampf zwischen David und Goliath, der bis heute andauert...

Aber wie kam denn nun der Tux auf den Atlas, werdet ihr euch fragen... Ganz einfach: Diese acht Freunde erkoren den kleinen Tux als ihr Wappen und erklommen den höchsten Punkt Potsdams. Dort sollte der Tux von nun an allen zeigen, woher der Wind weht...